Länder-Vergleich: zwei Wälder nebeneinander
Wählen Sie zwei Bundesländer oder ein Land und Deutschland. Der Vergleich zeigt beide Wälder als je 100 Bäume, die Anteile aller 13 Baumartengruppen mit Differenz, zehn Kennzahlen von Waldanteil bis Privatwald und den Altersaufbau – alles aus der Bundeswaldinventur 2022.
Bayern ist zu 37,1 % bewaldet, Brandenburg zu 38,0 %. Häufigste Baumart ist in Bayern die Fichte (37,8 %), in Brandenburg die Kiefer (68,7 %). Je Hektar stehen in Bayern 405 m³ Holz, in Brandenburg 301 m³.
Auf 100 Bäume heruntergerechnet
Jeder Baum steht für 1 % der Waldfläche (begehbarer Holzboden einschließlich Lücken und Blößen), Nadelbäume links, Laubbäume rechts.
Größter Unterschied: Kiefer, 52,3 Prozentpunkte mehr in Brandenburg
Anteil jeder Baumartengruppe an der Waldfläche; Differenz in Prozentpunkten (Bayern minus Brandenburg). ≈ = Stichprobenfehler über 20 %.
- KieferBY16,4 %BB68,7 %−52,3
- FichteBY37,8 %BB1,1 %+36,7
- BucheBY14,9 %BB3,6 %+11,3
- EicheBY7,2 %BB8,0 %−0,8
- BirkeBY2,6 %BB5,6 %−3,0
- Sonstige, langlebigBY2,3 %BB3,0 %−0,7
- ErleBY2,1 %BB3,1 %−1,0
- Sonstige, kurzlebigBY3,0 %BB2,2 %+0,8
- AhornBY3,4 %BB0,6 %+2,8
- LärcheBY2,2 %BB1,0 %+1,2
- TanneBY2,8 %BB≈ 0,0 %+2,8
- EscheBY1,8 %BB0,3 %+1,5
- DouglasieBY1,0 %BB0,9 %+0,1
- Lücken und BlößenBY2,5 %BB1,8 %+0,7
In Bayern stehen je Hektar 104 m³ mehr Holz als in Brandenburg
Bayern Brandenburg Mittel Deutschland · graue Punkte: übrige Länder
Älter als 120 Jahre: 20,9 % der Fläche in Bayern, 11,6 % in Brandenburg
Anteil der Waldfläche nach Bestandesalter in Jahren. Bayern Brandenburg
Einzelseiten: Wald in Bayern · Wald in Brandenburg
So lesen Sie den Vergleich
Bedienung
Wählen Sie oben zwei Gebiete; das Ergebnis aktualisiert sich sofort, der Pfeil tauscht die Seiten. Die Adresse der Seite enthält Ihre Auswahl (zum Beispiel ?a=hessen&b=deutschland), Sie können sie also speichern oder weitergeben. Jede Landesseite verlinkt am Ende den Vergleich mit den beiden ähnlichsten Ländern und mit Deutschland.
Was die Zahlen bedeuten
Baumartenanteile sind Anteile an der Fläche, nicht an der Zahl der Bäume; Bezug ist der begehbare Holzboden einschließlich Lücken und Blößen. Die Differenz steht in Prozentpunkten. Holzvorrat und Zuwachs sind Kubikmeter Derbholz je Hektar, der Zuwachs gilt im Mittel der Jahre 2012 bis 2022. Auf den Punktleisten ist jeder graue Punkt ein weiteres Land, der Strich das Mittel für Deutschland (32,3 % Waldanteil, 335 m³ Vorrat je Hektar).
Annahmen und Grenzen
Alle Werte sind Schätzungen aus der Stichprobe der Bundeswaldinventur; Werte mit einem Stichprobenfehler über 20 % sind mit ≈ markiert. Hamburg und Bremen werden nur gemeinsam ausgewiesen und sind entsprechend unsicher. Wuchsgebiete sind hier nicht wählbar, weil ihre Baumartenanteile ohne Lücken berechnet werden. Der Vergleich beschreibt den Zustand – er bewertet nicht und gibt keine Empfehlungen.
Quelle: Thünen-Institut, Bundeswaldinventur 2022, Lizenz CC BY 4.0; eigene Berechnungen. So rechnen wir